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Entstehung der anthroposophischen Heilpädagogik

rudolf steiner

Es begann in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg: Dr. Rudolf Steiner gründet, angeregt durch die Initiative Emil Molts, des Direktors der Waldorf-Astoria-Fabriken, die Freie Walddorfschule auf der Stuttgarter Uhlandshöhe; die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise wird auf einigen Bauernhöfen erprobt; in den Laboren der Weleda
werden medizinische Präparate durch anthroposophische Ärzte hergestellt und im Klinisch-therapeutischen Institut in Arlesheim bei Basel und auf dem Lauenstein in Jena
finden sich Kinder ein, deren Entwicklung verzögert oder unvollständig ist.

Auf dem Rückweg von Breslau, wo Rudolf Steiner an Pfingsten des Jahres 1924 den „Landwirtschaftlichen Kurs“ gehalten hat, nach Dornach in der Schweiz, bitten
ihn drei junge Männer (Albrecht Strohschein, Siegfried Pickert und Franz Löffler) um einen Zwischenhalt in ihrer Einrichtung, dem besagten Lauenstein. Sie haben Fragen,
die sich mit der Betreuung von Menschen mit unvollständiger Entwicklung befassen. Aufgrund dieses Besuches beginnt Rudolf Steiner im Juni am Tage nach Johanni vor
einer kleinen Schar von Menschen in Dornach einen Vortragszyklus, bestehend aus zwölf Reden, in denen er grundlegende Ausführungen zum Verständnis und zur Behandlung seelenpflege-bedürftiger Kinder und Jugendlicher macht. Er gibt menschenkundliche Hinweise und stellt dar, wie sich Pädagogen auf ihre Erziehungsaufgabe vorbereiten können.
Im klinisch-therapeutischen Institut in Arlesheim zeigt er anhand der Schicksale einiger Kinder auf, unter welchen Gesichtspunkten sie in ihrer Entwicklung gefördert und geheilt werden können.
Dieser „Heilpädagogische Kurs“, wie der Vortragszyklus sehr bald genannt wird, bildet die Grundlage der anthroposophischen Heilpädagogik. Nach 1924 wurden eine Reihe von Heil-und Erziehungsinstituten für Seelenpflege-bedürftige Kinder in ganz Deutschland und in den europäischen Ländern gegründet. In den vergangenen Jahrzehnten entstand eine große
Anzahl von Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In den Ländern der früheren DDR konnte die anthroposophische Heilpädagogik unter der Schirmherrschaft der Christengemeinschaft weitergeführt werden. Die anthroposophisch-heilpädagogische Bewegung umspannt heute die ganze Welt.
Dr. Franz Michael Geraths (31.05.1901 - 24.07.1966), der Gründer des Heil-und Erziehungsinstituts Eckwälden machte sich bereits Ende der 1920er Jahre mit den Grundzügen dieser Heilpädagogik bekannt; sie wurden zur Grundlage seiner segensreichen Arbeit.

 



Autor: dobner -- Dienstag, Februar 15, 2011; 15:56:33 h



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